Wer reist, möchte fotografieren, damit er sich später erinnern und in seinen Fotos die Reise noch einmal erleben kann. Dazu gehören die Fotos von Denkmälern, Landschaften und Häusern ebenso, wie von typischen Pflanzen und Tieren. Werden Gebäude während der Reise fotografiert, hat hier der Mensch die Motive errichtet. Hier lassen sich geplante Strukturen fotografisch abbilden, die meist relativ geordnet sind. In der Naturfotografie ist jedoch die Natur selbst der Schöpfer der Motive. Hier kann Struktur neben Chaos, filigrane Kunstwerke neben primitiven Konstruktionen, Schönheit neben Häßlichkeit, Monotonie neben Farbenvielfalt stehen. Zwar lassen sich diese Eigenschaften auch in einer Stadt antreffen, doch in der Natur ist das Chaos Programm. Dank der digitalen Fotografie ist besonders die Naturfotografie zu etwas geworden, was jeder auch als Hobby machen kann. In der Naturfotografie wird zu einem großen Teil nur mit dem Licht gearbeitet, das die Natur bietet, während viele Bauwerke und Sehenswürdigkeiten auch in der Nacht stimmungsvoll beleuchtet einen phantastischen Anblick bieten.

Die Ausrüstung für Reise- und Naturfotografen

ReisefotografieWer auf Reisen unterwegs ist, fotografiert, was er sieht und festhalten möchte. Auf dem Markt werden so viele Kameras angeboten, für jeden Anspruch und Geldbeutel. Reise- und Naturfotografie lässt sich sowohl mit handlichen Kompaktkameras bis hin zu einer hochwertigen Spiegelreflexkamera gestalten. Ein gutes Stativ sollte jeder Fotograf zu seiner Ausrüstung zählen: Es lässt sich sowohl in der Nacht, als auch bei bewegten Motiven gut einsetzen und vermeidet unscharfe Bilder. Ein einfaches Dreibein-Stativ hält die Kamera stabil und sicher, sie lässt sich – um eine Erschütterung zu vermeiden – auch per Fernauslöser bedienen. Wer mit einer digitalen Spiegelreflexkamera fotografiert, kann das Objektiv beliebig wechseln und erreicht somit die optimale Brennweite. Der Nachteil einer solchen Kamera: Sie bringt ein gewisses Gewicht mit sich, das auf der Reise und unterwegs manchmal hinderlich sein kann. Ist der Hobbyfotograf mit einer Bridge-Kamera unterwegs, hat er eine Kamera, die quasi eine Brücke zwischen den kleinen kompakten Kameras und den großen Spiegelreflexkameras bilden – und zudem weniger Platz brauchen.

Welche Schwierigkeiten für Fotografen gibt es bei Natur- und Tierfotos?

  • Während die großartige Landschaft zwar lange stillhält, bewegen sich Tiere oft schnell und unvorhergesehen. Und wenn es dunkel wird, werden die Felsen, die aus dem Waldesdickicht herausragen, nur noch vom Mond beleuchtet. Geschwindigkeit und Licht: Das sind die beiden Herausforderungen, denen sich Fotografen stellen müssen, wenn sie schöne Natur- und Tierfotos erreichen wollen. Wie lassen sich diese für gute Fotos nutzen?
  • Ausnutzen natürlicher Lichtquellen: Besonders bei wenig Licht sind Kontraste schwierig. Bessere Aufnahmen entstehen dann, wenn die Beleuchtung so ausgeglichen und gleichmäßig wie möglich ist.
  • Ein Objektiv mit großer Blende bietet ausreichend Tiefenschärfe und eine gute optische Qualität.
  • Einen hohen ISO-Wert einstellen: Zwar erhöht sich damit auch das Rauschen, doch das gute Bild zählt.
  • Geduld haben. Warten, bis das Motiv im Licht steht.
  • Ruhig bleiben. Wenn die Hand zittert, wird auch die Aufnahme unscharf. Hier ist ein Stativ hilfreich.
  • Das Motiv beobachten und darauf warten, dass es sich so wenig wie möglich bewegt: Es gibt fast immer solche Momente.
  • Serienaufnahmen anfertigen: Bei fünf Aufnahmen in kurzer Zeit ist oft eine dabei, die die richtige Schärfe hat.
  • Unschärfe: Bei schnellen Bewegungen ist diese vorprogrammiert und lässt sich für fantastische Aufnahmen nutzen.

Wie kann man Bilder digital am besten bearbeiten?

ReisefotografieWenn nach dem Urlaub die Speicherkarte der Kamera voll mit Bildern ist, lassen sich diese in aller Ruhe hinterher nachbearbeiten. Mit der richtigen Software können kleine Kunstwerke daraus entstehen. Die meisten Programme bieten dabei einen Workflow an, mit dem sich die Grundkorrekturen einfach per Mausklick erledigen lassen: Damit werden die roten Augen korrigiert, der Kontrast und die Helligkeit verbessert, Farben ge- oder entsättigt, und die Bildschärfe verbessert. Neben den Standard-Funktionen bieten viele Programme auch Extra-Funktionen an wie die Photomerge-Technologie von Photoshop Elements, die 3-D Gestaltung von Pixelmator oder die 1-Klick-Korrektur von Serif Photo Plus (ein Überblick über die wichtigsten Funktionen auf dieser Seite).

ReisefotografieBesonders wenn auf einer längeren Reise die Erinnerungen auf vielen Fotos festgehalten wurden, kann das durchaus länger dauern. Dabei lässt sich die schönste Zeit des Jahres mit Hilfe der Fotos einfach verlängern: Wer die gelungensten Aufnahmen erst bearbeitet und anschließend daraus ein Fotobuch erstellt, kann sich immer wieder an den schönen Bildern erfreuen. Diese können groß und klein, schmal und breit auf den einzelnen Seiten platziert werden. Die schriftlich festgehaltenen Erinnerungen lassen sich dabei ebenfalls in das Fotobuch übertragen. Zwar schwören gerade die Profis auf die Bearbeitung mit Adobe, doch auch die anderen Programme bieten oft völlig ausreichende Möglichkeiten zur Nachbearbeitung.

Fotos, nach Reihenfolge
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