Mit bloggen Geld verdienen? Die Reisebloggerin Conni Biesalski zeigt dir wie es geht

Mit bloggen Geld verdienen und ortsunabhängig leben und arbieten

Die Bloggerin hinter Planet Backpack, Conni Biesalski, im Gespräch.

Beim letzten Mal hatten wir Sebastian Canaves zu Gast, der uns schon etwas über den Blog Camp Online-Kurs verraten hat.
Heute haben wir Conni Biesalski hier. Zusammen mit Sebastian hat sie den ersten deutschen Online-Kurs für Blogger ins Leben gerufen. In 10 einfachen Modulen erfährst du hier, wie du selbst mit deinem Blog erfolgreich durchstartest. Und: Du erfährst, wie du mit deinem Blog Geld verdienen kannst.
Zudem bloggt Conni auf Planet Backpack rund um die Themen Backpacking, Langzreitreisen und digitales Nomadenleben und ist damit sehr erfolgreich.
Viel Spaß beim Lesen!

Hi Conni, wo befindest du dich denn gerade?
Im Flieger nach San Francisco. Über den Wolken schreibt und arbeitet es sich oft am besten!

Auf Planet Backpack bloggst du zum Thema Backpacken. Wie kamst du zu dieser Art des Reisens?
Reisen war schon immer in meiner DNA. Seit ich 15 bin, habe ich rund um die Welt gelebt.
Mein erster längerer richtiger Trip mit Rucksack ging dann vor 10 Jahren nach Thailand. Danach war ich angefixt. Backpacking war für mich von Anfang an die perfekte Mischung aus Abenteuer, individuellem und unabhängigem Reisen.
Also habe ich immer all meine Kohle für weitere und noch längere Reisen auf die Seite gelegt. Ich wollte die Welt zu meinem Zuhause machen.
Nach meinem Studium 2009 bin ich dann für zwei Jahre immer gen Osten mit dem Rucksack, bin währenddessen auch Tauchlehrerin geworden.
Mittlerweile sehe ich mich nicht mehr als klassische Backpackerin. Ich reise immer noch mit Rucksack und immer noch unabhängig nach Lust und Laune, aber mit mehr Geld in der Tasche, daher auch gesteigertem Komfortlevel und besonders: meinem Office im Rucksack. Letzteres hat mein Reisen stark verändert.

Du bezeichnest dich selbst als digitale Nomadin. Wie sieht dein Alltag aus und was ist denn eigentlich ein digitaler Nomade?

Ein Digitaler Nomade..

  • kann von überall arbeiten (sei es in Co-Working Spaces, Cafés, Flughäfen)
  • kann daher auch von allen Orten auf der Welt mit Internet sein Geld verdienen
  • hat kein fixes Büro
  • hat sein Büro im Rucksack/Messenger Bag etc.
  • ist meist selbständig oder Freiberufler

Meinen Alltag zu beschreiben ist nicht ganz einfach, da jeder Tag anders aussehen kann – je nachdem wo ich bin.

Meistens beinhaltet er aber:

  •  Aufwachen ohne Wecker
  •  Yoga & Meditation
  • Morgenseiten schreiben
  • Viel lesen am Kindle
  • 3-5 Stunden Arbeit am Laptop
  • Gutes, gesundes Essen
  • Zeit mit Freunden und Bekannten

Was brauchst du alles um als digitaler Nomade arbeiten zu können?
Und gibt es nützliche Tools die dir das Arbeiten erleichtern?

Mein Office:

  • MacBook Air 11”
  • iPhone 5
  • Notizbuch

Plus: Wifi und mobiles Internet.

Eine Liste an nützlichen Tools und Apps habe ich kürzlich hier auf meinem Blog zusammengestellt.

Meine Top 3:

  • Scrivener
  • Feedly
  • Google Calendar

Nach dem Studium und vielen Auslandsaufenthalten hast du das Agenturleben kennengelernt, aber auch schnell gemerkt, dass du so nicht arbeiten möchtest. Du wolltest ein selbstbestimmtes Leben und deinen eigenen Lebensstil kreieren. Aber wie hast du den „Ausweg“ gefunden? Gab es Blogs bzw. Bücher, die dir weitergeholfen haben? Oder eine Art Vorbild?
Zuerst habe ich den Blog von Chris Guillebeau entdeckt. Seine Beiträge haben mit die Augen geöffnet. Ein weiterer Schlüssel für mich war Tim Ferriss mit seiner 4 Hour Workweek.
Danach war der Bann gebrochen und ich habe immer mehr inspirierende und motivierende Blogs und Bücher verschlungen – und nebenbei meinen Ausstieg aus dem 9-5 vorbereitet.
Und das vor allem mit dem Ausbauen meiner Skills, dem Ansparen von Geld und dem Aufbau eines Freelance-Businesses und meines ersten Blogs, A Life of Blue.

Seine Ziele niederzuschreiben und aufzumalen, sie zu manifestieren, hilft dabei, das zu erreichen, was man sich vorgenommen hat. Man hat quasi einen inneren Kompass, der aufs Ziel geeicht ist.
Was ist dein Tritt in den Hintern, um mehr Menschen dazu zu bewegen, ihren Lebenstraum, z.B. zu reisen und ortsunabhängig zu leben, zu erfüllen?
Ich fühle eine Mission in mir, einen Wert auf dieser Welt zu schaffen. Mich macht es unwahrscheinlich traurig zu sehen, wie Menschen Leben hinterherrennen, die nicht für sie bestimmt sind, die sie nicht glücklich machen.
Durch meine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen weiß ich, was alles möglich ist. Und ich möchte dazu beitragen, dass mehr Menschen das begreifen, anfangen ihr Ding zu machen und jeden Tag ihres Lebens das machen können, was sie begeistert. Ich meine, fuck, wir haben nur ein Leben. Ein einziges. Es zu verschwenden wäre tödlich.

Die heutigen technischen Möglichkeiten und das Internet tragen zu einem Umdenken bei: weg von den konventionellen Gewohnheiten: Büro, Urlaub, Wochenende, hin zu einem selbstbestimmten digitalen Leben. Vor allem junge Menschen erkennen ihre Möglichkeiten und machen sie sich zu Nutze und erobern die Welt.
Als digitaler Nomade durchzustarten war noch nie so einfach wie heute oder?
Klar, das stimmt. Die technischen, fast unbegrenzten Möglichkeiten gibt es so erst seit ein paar Jahren, weltweit in den meisten Ländern, vielleicht 5-7 Jahre. Büro und Arbeit sind mittlerweile kein Ort mehr. Viele Jobs können komplett digital und virtuell gemacht und ausgeübt werden. Infrastrukturen für Digitale Nomaden sind mittlerweile auch in vielen Ländern in Lateinamerika oder Asien richtig gut. Und endlich werden auch konventionelle Arbeitsstrukturen in Frage gestellt und für rückständig erklärt.

Wann hast du eigentlich gecheckt: Mensch mit der Bloggerei geht echt was und davon könnte ich auch leben?
Etwa 6-8 Monate nach dem Launch von Planet Backpack. Ab dem Zeitpunkt sind immer mehr Kooperationsanfragen eingetroffen und mein passives Affiliate-Einkommen ist von Monat zu Monat gestiegen.
Ich habe den Blog nie als pures Hobby betrieben oder nur um meine Reisen zu dokumentieren. Er war von Anfang an als Business gestartet – daher war mein Ziel klar: Ich kann nur wirklich viel Zeit in den Blog investieren und damit vielen Leuten helfen, wenn ich dabei auch gutes Geld verdiene.

Wie kann man denn als Blogger Geld verdienen?
Kannst du ein paar Möglichkeiten nennen?

Es gibt mittlerweile so einige Arten um als Blogger Geld zu verdienen. Mir persönlich ermöglicht mein Blog mein volles Einkommen jeden Monat.

  • Affiliate Marketing
  • Advertorials
  • Kooperationen mit Unternehmen für Werbung, Gewinnspiele, Reviews etc.
  • Informationsprodukte wie z.B. E-Books, Onlinekurse
  • Online-Coaching
  • Anbieten von Dienstleistungen

Zusammen mit Sebastian Canaves hast du den BLOG CAMP Online-Kurs gestartet und gibst damit anderen Bloggern (Start)Hilfe und die Chance von euren Erfahrungen als langjährige Blogger zu lernen. Woher kam die Idee zum Online-Kurs und was bietet er?
Blog Camp hat eigentlich als “offline” Workshopreihe angefangen. An einem Wochenende haben wir Leuten in Berlin, Frankfurt und Köln alles beigebracht, was man als erfolgreicher Blogger braucht. Die Anfragen dafür wurden immer mehr, aber wir wollten nicht unbedingt mehr Workshops machen.
Um eine skalierbare, günstige und autodidaktische Variante des Blog Camps zu schaffen, entschlossen wir uns schnell, all unser Wissen in einen Onlinekurs zu packen.
Der Onlinekurs beinhaltet 10 Module zu allen Themen des Bloggens. In Videos und Textlektionen lehren wir den Teilnehmern alles, was sie wissen müssen um richtig mit einem Blog durchzustarten. Der Kurs führt durch den kompletten Prozess eines Blogaufbaus. Zudem gibt es ein Forum, eine Facebook-Gruppe, Live-Webinars und viele Bonusmaterialien und Interviews mit anderen erfolgreichen Bloggern.

Wie geht’s weiter mit dir und dem BLOG CAMP Online-Kurs?
Ich selbst schreibe derzeit an einem E-Book-Guide für angehende Digitale Nomaden, der über den Sommer rauskommt. Für unseren Blog Camp Onlinekurs arbeiten wir derzeit an einem geilen Re-Design der kompletten Webseite. Es wird alles noch geiler.
Zudem schmieden Sebastian und ich schon Pläne für sowas wie Blog Camp Pro – ein erweiterter Kurs für Leute, die richtig professionell bloggen wollen und bereit sind für fortgeschrittene Strategien.

Welches Reiseziel steht als nächstes an?
Jetzt erstmal San Francisco, danach Portland. Weiter als diesen Trip plane ich noch nicht, immer mit der Ruhe. Wahrscheinlich erstmal den Rest des Sommers in Berlin, bevor es dann im Herbst wieder aktiver wird reisetechnisch. Für mich ist es nicht mehr so wichtig immer zu wissen, was als Nächstes kommt.

Conni, vielen Dank.

Du findest Conni auf Planet Backpack und unter www.conni.me

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