Etwas übernächtigt aus Berlin kommend geht es Richtung Flughafen Stuttgart, um dann direkt weiter nach Rumänien zu jetten. Genauer: Timișoara.
Einsteigen. Platz nehmen. Jaha, anschnallen, weiß ich doch. Abheben. Nein danke, nichts zu essen für mich bitte. Wolken. Wolken. Acker. Acker. Anflug. Landen. Aussteigen. Rumänien also. Nächstes Land. Nächstes Abenteuer. Rumänien Urlaub.

RUMÄNIEN URLAUB – ERSTE STATION TIMISOARA

Nach Bukarest die zweitgrößte Stadt Rumäniens. Aufgrund der langen Zugehörigkeit zu Österreich wird die Innenstadt auch „Klein-Wien“ genannt. In barocken Fassaden finden trendige Shops ihr Zuhause. Junge Menschen prägen die Straßen. Ein moderner Teil Rumäniens. Zu feiern weiß man hier auch. Viele Kneipen und Bars laden ein zum Bleiben. Aber uns zieht es weiter.

VON TOTEN TIEREN UND LEBENSMÜDEN LKW-FAHRERN

Vorbei an stillgelegten Stahlfabriken und im Straßengraben liegenden zerquetschten Autos geht es per Mietwagen Richtung Bautar. Ein LKW nach dem anderen überholt uns. Egal ob innerhalb einer geschlossenen Ortschaft oder auf schlecht ausgebauten Landstraßen. Es wird geheizt und überholt was geht. Der Größere gewinnt. Nach 175 km und drei Stunden stressiger Fahrt ist das heutige Etappenziel erreicht. Autofahren in Rumänien ist kein Zuckerschlecken. Dies belegen auch die vielen Verkehrstoten pro Jahr und die unzähligen Tierleichen am Straßenrand!

RUMÄNISCHES ESSEN – MAGEN UND LEBER IM HÄRTETEST

Nach herzlicher Begrüßung und vielen Schmatzern seitens unserer Gastgeber gehts ans Eingemachte. Wir beginnen direkt beim Schnaps. Noroc! Und herzlich willkommen!
Gabriela Lonescu, unsere Hausherrin für die nächsten Tage, serviert uns das rumänische Nationalgericht: Balmoş. Dabei werden zwei Liter Sahne mit einem Kilo Maismehl stundenlang gerührt und gekocht. Das gibt Tinte auf´n Füller!
Der überladene Esstisch bietet zudem Ardei copţi – gebackene Paprikaschoten in einer Vinaigrette. Ghiveci, ein Gemüseeintopf. Mici, gegrillte und scharf gewürzte Hackfleischröllchen. Und natürlich Sarmale, Krautwickel mit einer Reis-Hackfleisch-Füllung. Sekunde, die Aufzählung geht gleich weiter, aber davor: einen vierfach gebrannten Obstler, natürlich eigene Herstellung. Noroc! Ahhh. Ein im Vergleich leichtes Gericht beendet das Rittermahl: Baclava. Das ist ein Blätterteigkuchen gefüllt mit einer Nussfüllung, darüber kommt Honigsirup.
Man merkt, das Essen in Rumänien ist ein kalorienreiches Happining. Gerne mit laut trällernder Fernsehbeschallung im Hintergrund. Von herzhaft bis zuckersüß und immer begleitet mit etwas Klarem und Kurzem, verbunden mit einem schönen Trinkspruch, den ich nicht verstehe.
Ziemlich satt und müde kämpfen wir mit unseren gefüllten Mägen. Aber Nachschlag ablehnen kommt einer persönlichen Beleidigung gleich und wird mit einer noch größeren Schippe bestraft. Aber Scuzati! Für heute reicht´s. Noapte buna und bis morgen! Mit einem feierlichen Trinkspruch werden die neu gewonnen Freundschaften besiegelt und man verabschiedet sich in inniger Umarmung und weiteren Schmatzern bis zum nächsten Tag. So, jetzt aber wirklich Noapte buna und multumesc pentru masa.

KINDER KOMMT AN DEN TISCH: DAS FRÜHSTÜCK IST FRITTIERT!

Der Hahn kräht und das Frühstück duftet von nebenan. Magen und Leber werden es in den nächsten Tagen schwer haben. Wenige Stunden nach der abendlichen Fleischschau geht es weiter. Speck, Eier, scharfe Würste und eingelegte Gurken. Ob es mir schmeckt? Na klar! Multumesc, foarte bine. Und es gibt ja Magentabletten.
Nach vegetarischem Essen sollte man in Rumänien erst gar nicht fragen. Ein Essen ohne Schwein? Niciodata! Niemals!

BÄRENHUNGER? DA HILFT NUR BÄR!

Der ursprüngliche Plan, die nähere Umgebung per Rad zu erkunden, scheitert schnell. Es gibt keine Radwege und auf die einzigste Straße weit und breit begibt sich nur ein Lebensmüder mit dem Fahrrad. Das Auto ist Fortbewegungsmittel Nummer eins. Also ab in den DACIA und auf die Straße. Wir passieren Wiesen, Berge und Felder, die geprägt sind von ursprünglicher Natürlichkeit, kein McDonalds alle 150 Meter. Herrliche Weinbaugebiete zeigen sich. Lächelnde und winkende Menschen begrüßen uns. Pferdekarren und ein Kirchturm nach dem anderen gehören ebenso zum Bild. Im Nachbardorf einige Kilometer und Hundeleichen weiter sticht ein pompös eingerichtetes Restaurant aus den einfachen Dorfhäusern hervor. Im Innenbereich hängen Bärenfelle nebst Wolfspelzen an der Wand. Auch auf der Speisekarte findet sich Meister Petz in verschieden Varianten wieder. Nicht unser Fall, also weiter Richtung Westen nach Caransebeș.

Aber dazu mehr im zweiten Teil vom Rumänien Urlaub. Fortsetzung folgt…

 

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